
In dem Film "Sunshine. Ein Hauch von Sonnenschein" von István Szabó geht es um die Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn über mehrere Generationen hinweg. Sie beginnt mit dem Unfalltod Aaron Sonnenscheins Mitte des 19. Jahrhunderts und wird von dessen Urenkel Ivan gut hundert Jahre später (aus dem Off) erzählt. Ivans Großvater Ignaz und sein Vater Adam haben vergeblich versucht, sich zu "assimilieren": Der Antisemitismus machte ihnen sowohl unter der k. u. k. Regierung, als auch unter faschistischen und kommunistischen Regimen zu schaffen. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts keimt die Hoffnung auf eine Demokratisierung und Liberalisierung. Selbstverständlich ist es symbolisch gemeint, wenn Ivan das Haus der Familie entrümpelt und dabei auch das Geheimrezept verloren geht, das drei Generationen zuvor die Grundlage für den Wohlstand der Familie gewesen war. – Mit den Höhen und Tiefen der Familie Sonnenschein verknüpft István Szabó die politischen Ereignisse in Ungarn zwischen 1867 (Autonomie) und 1956 (Aufstand). So wird aus der Familiengeschichte zugleich ein Epochenporträt.
Tznius: 2 (Es gibt eindeutige Nackt- und Liebesszenen)
Gewalt 2 (Es gibt Gewaltszenen, v.a. im KZ)
Ich muß gestehen, es dieser Film, der mich veranlaßt hat, diese Kategorie ins Leben zu rufen.
Es ist ein intensiver Film, der versucht, die Biographien der drei Hauptfiguren, mit dem jeweiligen zeithistorischen Kontext, darzustellen. Es ist ein hervorragender Film, doch sollte man einfach wissen, dass er schwer zu verdauen ist.
